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Phrynosoma asio 


 

Beschreibung/Vorkommen

Phrynosoma asio (Riesenkrötenechse) hat ihr natürliches Vorkommen im Südosten Mexikos und Guatemala. Dort bewohnt sie Halbwüsten und warme lichte Wälder. Sie erreicht eine Gesamtgröße von ca. 20 cm und gehört damit zu den größten Vertretern der Krötenechsen. Die Tiere sind tagaktiv und halten sich die meiste Zeit auf dem Boden auf. Am auffälligsten ist ihr mit Stacheln besetzer Körper. Die Stacheln bestehen aus einer Art Horn und sind nicht nur "Dekoration" und dementsprechend spitz. Die Tiere sind in der Natur Einzelgänger und treffen nur zur Paarung aufeinander. Zur "Verteidigung" verlässt sich diese Echse auf Ihr Äusseres und erstarrt in der Hoffnung auf dem sandigen Boden nicht gesehen zu werden. Sollte sie dennoch erkannt werden, kann diese Echsenart Blut aus Ihrem Auge spritzen. Dies ist allerdings das letzte aller Mittel, da sie dadurch viel Blut verliert. Dies setzt sie nur ein wenn sie sich in "Todesangst" befindet.  

Phrynosoma asio sind nicht geschützt und müssen somit auch nicht gemeldet werden

 

Haltung/Verhalten

Ich halte meine Tiere im in einem 120x60x60 cm großen Terrarium. Mehrere Äste, Höhlen, Steine und Verstecke sind im Terrarium, welche auch alle genutzt werden. Als Bodengrund verwende ich normalen Terrariensand. Die Höhe des Sands sollte etwas höher sein, da sich die Tiere über Nacht teilweise "vergraben". Ca. 1/3 der Grundfläche ist mit lockerer Erde aufgeschüttet, dort vergraben sich die Tiere am liebsten und buddeln dort auch tagsüber viel. Natürlich ist auch eine Wasserschale im Terrarium vorhanden. Über die Sommermonate halte ich meine Tiere in einem Freilandterrarium. Junge und kleine Tiere sollten nicht den ganzen Sommer draussen gepflegt werden, tageweise ist kein Problem, erst wenn die Tiere ausgewachsen sind, werden sie die Sommermonate über komplett im Freien gehalten.

Ich halte alle 4 Tiere (2.2) zusammen in einem Terrarium. Eine Gruppenhaltung ist bei diesen Tieren gar kein Problem auch wenn sie in der Natur Einzelgänger sind. Im Internet ist viel über die "Verteidigung" der Tiere zu lesen (Starre, Blut aus den Augen spritzen). Ich denke in der Terrarienhaltung wird man sehr selten etwas davon sehen, die Tiere zeigen von klein an keine Scheu und kommen gierig ans Futter. Auch ein Arbeiten im Terrarium stellt für die Tiere keinen Stress dar.

 

Beleuchtung/Temperatur/Klima

Auch bei diesen Tieren gilt es kann nie hell genug sein, daher liegt oben auf dem Terrarium eine LED Leiste, um das Terrarium auszuleuchten. Eine 100 Watt UV-A und B Lampe erzeugt die nötige Wärme und sorgt für das nötige UV-Licht. Für zusätzliche Helligkeit ist noch eine normale LED vorhanden.

Unter der Wärmelampe dürfen Temperaturen von 40 Grad und höher erreicht werden. Natürlich müssen im Terrarium auch kühlere Stellen geschaffen werden. Die Beleuchtungsdauer ist täglich 12 Stunden von 9 bis 21 Uhr.

Um die Winterruhe einzuleiten wird die Beleuchtungsdauer stufenweise auf 8 Stunden reduziert. Eine Woche bleibt die volle Beleuchtung dann noch an OHNE das den Tieren Futter gegeben wird. In der Folgewoche wird die Beleuchtung stufenweise komplett abgeschaltet. Die Tiere verbuddeln sich in dieser Zeit im Sand. Nach 4 Monate ( Nov-Feb) wird die Beleuchtung stufenweise wieder hochgefahren.

 

Futter

Meine Tiere bekommen alle gängigen Insekten in der passenden Größe. Alle Futerinsekten werden vor jeder Fütterung mit den entsprechenden Vitaminen behandelt. Ebenso werden die Insekten entsprechend gefüttert. In freier Natur sind Ameisen ein Bestandteil der Nahrung, dieses muss auch in der Haltung dieser Tiere beachtet werden und immer wenn möglich sollten (gerade im Sommer) Ameisen verfüttert werden. Bei jungen Tieren muss darauf geachtet werden, dass die Ameisen nicht zuviel Ameisensäure haben. Dies kann den Tieren schaden. Bei jungen Tieren können als Futter zusätzlich noch Drosophila, Ofenfischen, Bohnenkäfer und kubanische Asseln gefüttert werden. 

 

Geschlecht

Bei diesen Tieren ist von Geburt an eine Unterscheidung der Geschlechter mit einer Lupe möglich. Bei den Männchen sind von Klein an 2 Schuppen unter der Kloake an der Schwanzwurzel erkennbar. Ausgewachsen ist der Unterschied deutlich erkennbar. 

 

Zucht

Nach der durchgeführten Winterruhe, beginnen die Männchen mit den ersten Paarungsversuchen. Dazu verbeisst sich das Männchen am Nacken des Weibchens. Sollten die Paarungen sich länger als 1 Woche hinziehen, sollten die Männchen entfernt werden um die Weibchen nicht zu sehr zu stressen. Eine Trächtigkeit ist am zunehmenden Körperumfang deutlich zu erkennen. Im Terrarium habe ich mit Steinen mehrere Bereiche geschaffen, an denen der Sand gut 15 cm hoch aufgeschüttet worden ist. Dort wird der Sand immer feucht gehalten. Nach erfolgter Eiablage werden die Eier entfernt und in den Inkubator bei 28 Grad gelegt.