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Ouroborus (Cordylus) cataphractus 


 

Beschreibung/Vorkommen

Der Panzergürtelschweif (Cordylus cataphractus) gehört zur Familie der Gürtelschweife. Die Tiere erreichen eine KRL von 7 bis 10 cm. Der Schwanz hat in etwa nochmals die gleiche Länge. Die Farbe meiner Tiere ist hellbraun bis sehr dunkel. Die Tiere kommen im Westen von Südafrika vor. Dort bevölkern sie karges Buschland mit niedrigen Sträuchern und Felsen. Sie leben dort untypisch für Reptilien in Gruppen von 2 bis 40 Tieren. Diese Kolonie erstreckt sich jedoch über ein grosses Areal, so dass jedes Tier seinen eigenen Bereich hat. Bei Gefahr rollen sich die Tiere zusammen und beissen sich in den Schwanz. Dadurch ergibt sich ein "stacheliger" Ball.

Cordylus cataphractus sind geschützt und müssen bei der Behörde gemeldet werden!

 

Haltung/Verhalten

Über die Haltung im Terrarium dieser Tiere ist leider noch nicht allzu viel veröffentlich worden. Meine Tiere sind Nachzuchten und das merkt man am Verhalten ziemlich deutlich. Die teilweise gelesene Scheu und fluchtartiges Verhalten kann ich bei meinen Tieren nicht feststellen. Beide fressen gierig von der Pinzette und zeigen auch keinerlei Angst beim hantieren im Terrarium. Sollten die Tiere gefangen werden müssen, zeigen sie das arttypische Verhalten und beissen sich in den Schwanz. Das Männchen zeigt keinerlei Aggressionen dem Weibchen gegenüber. Beide liegen oft zusammen in einer Röhre. Selbst beim Füttern ist keine Aggression vorhanden. Eine Winterruhe ist bei diesen Tieren nicht notwendig.

Ich halte meine Tiere in einem 120x60x60 cm Terrarium. Die Seitenwände sind mit Kork verkleidet. Eine Wasserschale, Kletteräste, Korkröhren, Höhlen und andere Versteckmöglichkeiten sind im Terrarium verbaut. Als Bodengrund verwende ich Terrariensand. In den Sommermonaten wird durch Sprühen die Regenzeit simuliert. Von Dezember bis März ist "Trockenzeit" in dieser Zeit sollte gar nicht oder nur sehr wenig gesprüht werden.

 

Beleuchtung/Temperatur

Wie immer gilt es kann nie hell genug sein. Als Wärme- und UV Quelle habe ich eine 70 Watt JBL Lampe verbaut. Zu dieser Lampe habe ich einen Abstand von ca. 30 cm. Zusätzlich ist eine LED Lampe auf der anderen Seite des Terrariums angebraucht, sowie eine 120 cm lange LED Leiste auf das Terrarium gelegt um zusätzlich Helligkeit ins Terrarium zu bekommen. 

Unter der Wärmelampe dürfen Temperaturen von 40 Grad und höher erreicht werden. Natürlich müssen im Terrarium auch kühlere Stellen geschaffen werden. Die Beleuchtungsdauer ist täglich 12 Stunden von 9 bis 21 Uhr. Auch im Winter wird die Beleuchtungsdauer nicht reduziert.

 

Futter

Zum Futter gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Die Tiere sind reine Fleischfresser. Meine Tiere fressen alles was man Ihnen anbietet. Sie bekommen verschiedene Insekten in passender Größe (Heuschrecken, Heimchen, Grillen). Selbstverständlich werden ALLE Insekten bei JEDER Fütterung mit den entsprechenden Vitaminen bestäubt. 

 

Geschlecht

Eine sichere Geschlechtsbestimmung ist bei diesen Tieren ziemlich spät möglich. Mein Männchen hat einen größeren Kopf wie das Weibchen. Femoralporen sind bei beiden Tieren vorhanden, hat man den direkten Vergleich beider Tiere nebeneinander, sind die Femoralporen des Männchens deutlich größer. 

 

Zucht

Die Tiere legen keine Eier sondern sind lebengebärend. Im Normalfall kriegt das Weibchen ein Jungtier in seltenen Fällen können es auch zwei sein. Diese können über den ganzen Sommer zur Welt kommen.

Ob das Simulieren der Regen- und Trockenzeit eine Paarung auslöst kann ich nicht sicher sagen. Das Jungtier wird gefangen und in ein separates Terrarium gesetzt. Man könnte das Jungtier bei den Eltern lassen. Jedoch benötigt es deutlich kleinere Futtertiere und in einem separaten Terrarium kann ebenfalls sichergestellt werden, dass es genügend Futter abbekommt.