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     Phrynosoma cornutum

 


 

Beschreibung/Vorkommen

Phrynosoma cornutum (dt. Texas Krötenechse) hat ihr natürliches Vorkommen im Süden der USA und Nordmexiko.

Die Tiere sind tagaktiv und bewohnen Halbwüsten und Prärien.

Sie erreichen eine Gesamtlänge von 9-12 cm.

Die Nächte, sowie die Winterruhe verbringen sie eingegraben im Sand.

In freier Natur stellt das Hauptfutter dieser Tiere Ameisen dar.

Im Terrarium lassen sich gut Gruppen dieser Tiere halten, wobei sie eigentlich Einzelgänger sind und nur zur Paarung zusammen kommen.

Auch Phrynosoma cornutum hat eine Reihe von Abwehrverhalten. Vom Erstarren und sich auf die eigene Tarnung verlassen, bis hin zum Blut aus dem Auge spritzen.  

Phrynosoma cornutum ist nicht geschützt und müssen nicht gemeldet werden!

 

Haltung/Verhalten

Bei der Haltung sollte unterschieden werden, ob es ausgewachsene Tiere sind, oder die Aufzucht von Jungtieren.

Meine Jungtiere halte ich offenen Aufzuchtboxen mit einer Größe von 60x40x18 cm (LxBxH).

Diese Boxen sind mit ca. 5 cm Sand aufgefüllt und als Einrichtung habe ich Korkstücke, Äste und kleinere Steine eingesetzt.

Eine Wasserschale steht immer bereit, ebenso eine kleine Petrischale für die Ofenfischchen.

Als Material für die Boxen eignet sich jedes glatte Material (Plastik, Glas). Ich habe zusätzlich oben einen 5 cm dicken Edelstahl Rahmen als zusätzlichen Ausbruchschutz angebracht.

Auf einer Seite der Box, sollte der Sand feucht gehalten werden.

Man sollte zusätzlich zur Trinkwasserschale im Abstand von 2-3 Tagen den Jungtieren Wasser anbieten. Ich verwende hierfür eine kleine Spritze und gebe den Tieren so zusätzlich etwas Wasser. 

Meine größeren Tiere halte ich in einem 100x60x50 cm großen Terrarium.

Das Terrarium ist mit einer Folie als Sichtschutz verkleidet.

Kork verwende ich hier nicht, da die Tiere keine Kletterer sind. Mehrere Äste, Höhlen, Steine und Verstecke sind im Terrarium, welche auch alle genutzt werden.

Als Bodengrund verwende ich normalen Terrariensand, Schieferbruch und normalen Steinbruch. Die Höhe des Sands sollte etwas höher sein, da sich die Tiere über Nacht teilweise vergraben.

Natürlich ist auch eine Wasserschale im Terrarium vorhanden. 

Wie alle von mir gehaltenen Phrynosoma Arten sind auch Ph. cornutum sehr ruhige Tiere, die eigentlich den ganzen Tag über zu sehen sind. Bei den großen Tieren sind keinerlei Anzeichen von Stress oder Angst zu erkennen. 

Die jungen Tiere sind anfangs nicht so entspannt. Gewöhnen sich aber schnell an einen. Es kann schon passieren, dass ein Tier mal wegrannt oder erstarrt. 

Diese Art führt ebenfalls eine Winterruhe durch.

Ich überwintere meine Tiere im Terrarium bei ungefähr Zimmertemperatur. Die Tiere können deutlich kühler überwintert werden, ist jedoch kein Muss. Ich führe die Winterruhe von November bis März durch. Das Männchen ist nach dieser Zeit auch wieder da und fängt sofort das Fressen an. Das Weibchen kann noch mehrere Wochen bei voll eingeschalteter Beleuchtung in Winterruhe bleiben.

 

Beleuchtung/Temperatur/Klima

Oben auf dem Terrarium eine LED Leiste, um das Terrarium auszuleuchten.

Eine 70 Watt UV A und B Lampe erzeugt die benötige Temperatur und UV.

Eine zusätzliche LED Glühbirne ist noch mit angebracht um die Helligkeit zu erhöhen. 

Unter der Wärmelampe dürfen Temperaturen von 40 Grad und höher erreicht werden.

Natürlich müssen im Terrarium auch kühlere Stellen geschaffen werden.

Die Beleuchtungsdauer ist täglich 12 Stunden von 9 bis 21 Uhr.

Um die Winterruhe einzuleiten wird die Beleuchtungsdauer stufenweise auf 8 Stunden reduziert.

Bei voller Beleuchtung bleiben die Tiere noch 1 Woche im Terrarium.

Anschließend wir stufenweise die Beleuchtung abgeschaltet, bis die Tiere sich vollständig eingegraben haben.

In meinen Aufzuchtboxen, ist im Abstand von ca. 35 cm eine 100 Watt UV-A und B Lampe angebracht.

Somit werden direkt unter dem Spot ca. 40 Grad erreicht. Auf der gegenüberliegenden Seite herrscht Raumtemperatur (diese liegt bei mir bei ca. 24 Grad).

Eine Regenzeit gibt es bei dieser Art nicht.

Die Temperaturen variieren in der Natur bei dieser Art sehr stark. Im Winter kann die Temperatur in der Natur auf fast 0 Grad fallen und im Sommer 35 Grad übersteigen.

 

Futter

Meine Tiere bekommen alle gängigen Insekten in der passenden Größe (Heuschrecken, Heimchen, Asseln, Ameisen, Ofenfischchen, Drosophila).

Alle Futerinsekten werden vor jeder Fütterung mit den entsprechenden Vitaminen behandelt.

Einmal wöchentlich werden die Insekten vor der Fütterung mit einem speziellen Puder für Ameisenfresser behandelt.

Ebenso werden die Insekten entsprechend gefüttert.

In freier Natur sind Ameisen ein wesentlicher Bestandteil der Nahrung, dieses muss auch in der Haltung dieser Tiere beachtet werden und immer wenn möglich sollten (gerade im Sommer) Ameisen verfüttert werden.

Bei jungen Tieren muss darauf geachtet werden, dass die Ameisen nicht zuviel Ameisensäure haben. Dies kann den Tieren schaden, darum nur rote und gelbe Ameisen verfüttern.

 

Geschlecht

Bei diesen Tieren ist von Geburt an eine Unterscheidung der Geschlechter mit einer Lupe möglich.

Bei den Männchen sind von Klein an 2 Schuppen unter der Kloake an der Schwanzwurzel erkennbar.

Die Männchen werden auch größer wie die Weibchen

Ausgewachsen ist der Unterschied deutlich erkennbar.  

 

Zucht

Wie bei Ph. coronatum beginnt auch bei Phrynosoma cornutum ca. 3 Wochen nach der Winterruhe die Paarungszeit.

Jedoch sind die Männchen bei weitem nicht so "aggressiv"!

Die Männchen können im Normalfall im Terrarium bleiben.

Auch hier empfiehlt sich ein feuchter Sandhaufen als Ablageplatz. Nach erfolgter Eiablage werden die Eier bei 28 Grad in den Inkubator gelegt.

Die Gelegegrösse variiert hier sehr stark. Zwischen 8 und bis zu 30 Eiern kann ein Gelege groß sein.