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Uromastyx macfadyeni


 

Beschreibung/Vorkommen

Uromastyx macfadyeni hat ihr natürliches Vorkommen in Somalis Stein- und Sandwüsten. Die tagaktive Dornschwanzagame fühlt sie sich in Felsspalten und unter Steinen am wohlsten. Wie die meisten Uromastyx Arten (ausser Thomasi) haben auch sie einen stachligen Schwanz mit dem sie Felsspalten oder Höhleneingänge verschliessen können. Die Männchen bekommen eine bläuliche Färbung sobald sie in die Geschlechtsreife kommen.

Uromastyx macfadyeni ist geschützt und müssen bei der Behörde gemeldet werden!  

 

Haltung/Verhalten

Ich halte mein Pärchen in einem 120x60x60 cm Terrarium. Als Bodengrund verwende ich normalen Terrariumsand. Die Seitenwände sind mit Kork verkleidet und ebenfalls mit Kork wurden zusätzliche Ebenen geschaffen. Als zwingend notwendig sind aus meiner Sicht große Steinaufbauten die von den Tieren als Verstecke genutzt werden. Äste sowie Höhlen sind ebenfalls im Terrarium untergebracht. Ebenfalls habe ich Steine senkrecht in einer U-Form ins Terrarium gestellt, den einstandenen Zwischenraum mit feuchtem Sand gefüllt und mit einer Korkplatte teilweise abgedeckt.  Eine Wasserschale mit frischem Wasser steht immer bereit, diese muss auch in der Winterruhe ständig aufgefüllt werden.

Mein Männchen ist das ganze Jahr über viel ruhiger wie mein Weibchen er bleibt beim arbeiten im Terrarium einfach sitzen und nimmt auch Futter aus der Hand oder der Pinzette an. Panisches ins Versteck rennen kommt nie vor. Mein Weibchen ist viel scheuer wie das Männchen und rennt sobald man das Terrarium öffnet in ein Versteck. Sie nimmt auch kein Futter aus der Hand oder der Pinzette an. Ihr Verhalten ändert sich nach der Paarungszeit wenn Sie trächtig ist dramatisch. Sie wird richtig aggressiv. Nähert man sich dem Terrarium hört man ein "schnaufen". Muss man im Terrarium arbeiten um z.B. den Sand anzufeuchten reagiert sie panisch und beisst und schlägt sofort. Ich muss während dieser Zeit auch den Mann extra setzen, da sie auch ihn blutig beisst.

 

Beleuchtung/Temperatur

Wie immer beim Thema Beleuchtung gilt, es gibt nicht zu hell. Als Wärme- und UV Quelle habe ich eine 125 Watt JBL Lampe verbaut. Als Abstand zum Sonnenplatz habe ich ca. 25 cm gewählt. Als zusätzliche Beleuchtung im Terrarium ist eine LED Lampe verbaut. Auf dem Terrarium liegt eine 120 cm lange LED Röhre.

Diese Tiere lieben es heiß, so dass unter der Wärmelampe 45 Grad und mehr erreicht werden können. Natürlich sollten die Tiere die Möglichkeit haben sich an kühlere Stellen zurück zu ziehen, was ich aber noch nie beobachten konnte. Luftfeuchtigkeit spielt hier keine Rolle. Eine Höhle mit nassem Sand steht den Tieren zur Verfügung.

Eine Nachtabsenkung auf 20 bis 25 Grad sollte gegeben sein. Die Tiere benötigen eine Winterruhe, daher wird in den Wintermonaten die Beleuchtung stufenweise auf 8 Std gesenkt. Die Beleuchtung bleibt dann noch für eine Woche OHNE Futter komplett an und wird dann in der Folgewoche stufenweise ausgeschaltet. Nach einer 3-monatige Winterruhe wird die Beleuchtung wieder stufenweise eingeschaltet und die Beleuchtungsdauer auf 12 Stunden erhöht. 

 

Futter

Als Futter muss den Tieren immer Frisch- und Trockenfutter angeboten werden. Als Frischfutter bekommen meine Tiere im Frühling und Sommer frische Blüten aus dem Garten. Wie z.B. Löwenzahn, Gänseblümchen, Flocks, Hibskus und viele mehr. Wenn keine frischen Blüten zur Verfügung stehen, füttere ich verschiedene Salatsorten. Es sollte auf "Bio" geachtet werden. In einer separaten Schale steht immer eine Mischung aus verschiedenen Hülsenfrüchten, Hirse und Haferflocken zur Verfügung. In meiner dritten Schale befindet sich die Trockenfüttermischung. Diese kaufe im Zoofachhandel. Hierbei handelt es sich um getrocknete, Gräser und Blüten. Heuschrecken werden ab und zu verfüttert, diese werden bevorzugt gefressen. Es sollte auf eine abwechslungsreiche Ernährung geachtet werden. Frischwasser versteht sich von selbst ist immer vorhanden.

 

Geschlecht

Für eine halbwegs sichere Geschlechtsbestimmung sollten die Tiere ca. 1 Jahr alt sein. Die Männchen haben einen breiteren Kopf als die Weibchen. Die Männchen werden größer als die Weibchen und die Hemipenise sind sichtbar. Spätestens nach der Umfärbung der Männchen ist eine Verwechslung nicht mehr möglich.

 

Zucht

Nach einer 3 Monate langen Winterpause beginnen nach 2-3 Wochen die Paarungsversuche. Meinem Weibchen ist eine Trächtigkeit deutlich anzusehen und anzumerken. Kurz vor Eiablage beginnt sie das ganze Terrarium nach geeigneten Ablagemöglichkeiten abzusuchen. An mehreren Stellen ist der Sand ca. 20 cm hoch aufgeschüttet, mit Steinen befestigt und einer Korkplatte abgedeckt, damit die Eier gut eingegraben werden können. Nach erfolgter Eiablage werden die Eier entfernt und bei 28 Grad in den Inkubator gelegt.