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Pogona minor

 

 

Pogona minor erreicht eine GL von ca. 35cm, davon sind ca. 15cm KRL.

Äusserlich ähnelt sie etwas Pogona barbata.

Farblich variieren meine Tiere sehr stark.

Mein Männchen ist eher rötlich mit ausgeprägter Zeichnung aber eher wenigen Stacheln.

Mein Weibchen ist grau-braun und die Zeichnung nicht so stark ausgeprägt. Dafür sind deutlich mehr Stacheln vorhanden. 

P. minor ist weit verbreitet und ist fast im kompletten Südwesten Australiens zu finden.

Dort bewohnen die tagaktiven Echsen sowohl warme, offene Landschaften, sowie Dünenlandschaften, Steppen, Savannen und Busch-/Trockenwälder.

Pogona minor sind nicht geschützt und müssen nicht gemeldet werden!

 

Ich halte mein Paar in einem 120x60x60 cm grossen Terrarium.

Als Bodengrund verwende ich handelsüblichen Sand.

Unterschiedlich dicke Äste sind in unterschiedlichen Höhen angebracht.

Als Verstecke ist eine Höhle und Korkrinde im Terrarium.

Eine Ecke im Terrarium halte ich immer etwas feucht, gerade in der Häutung habe ich beide Tiere beobachten können wie sie sich gezielt in den feuchten Sand eingebuddlet und "gewälzt" haben.

Eine Wasserschale und eine Schale für das Grünfutter sollten ebenfalls vorhanden sein.

Die Tiere sind eigentlich nie versteckt und immer zu sehen.

Arbeiten im Terrarium wie sauber machen ist ohne Probleme möglich die Tiere zeigen keinerlei Scheu. Ganz im Gegenteil, wenn die Tiere Insekten sehen kann es schonmal passieren, dass sie aus dem Terrarium springen wenn man nicht aufpasst. 

 

Als "Wüstentiere" wird auch hier eine helle Beleuchtung benötigt.

Als Grundausleuchtung wird auch hier eine LED Licht Leiste auf das Terrarium gelegt.

Als Wärme- und UV Quelle verwende ich eine 100 Watt JBL Lampe.

Zusätzlich ist noch eine normale LED Lampe zur weiteren Ausleuchtung eingebaut. 

Die Temperatur sollte an der kühlsten Stelle 30 Grad nicht überschreiten.

Unter der Wärmelampe können hohe Temperaturen von 45 Grad erreicht werden.

Die Beleuchtungsdauer beträgt das ganze Jahr 12 Stunden.

Eine Trocken- und Regenzeit gibt es in der Natur nicht und spielt deshalb bei diesen Tieren keine Rolle.

 

Als Lebendfutter bekommen meine Tiere verschiedene Insekten in passender Größe (Heuschrecken, Heimchen, Grillen, Asseln).

Selbstverständlich werden die Insekten mit den entsprechenden Vitaminen bestäubt.

Als Frischfutter füttere ich im Frühling und Sommer frische Blüten aus dem Garten. Wie z.B. Löwenzahn, Gänseblümchen, Flocks, Hibskus, Klee und viele mehr.

Wenn keine frischen Blüten zur Verfügung stehen, füttere ich verschiedene Salatsorten. Es sollte auf "Bio" geachtet werden.

Als Trockenfutter bekommen meine Tiere eine Mischung aus getrockneten Blüten, Kräutern, Hülsenfrüchten und Gemüse.

Ebenfalls gerne fressen die Tiere getrocknete Insekten. Hierfür stelle ich eine Mischung aus Grillen, Bachflohkrebsen, Mehlwürmern und Seidenraupenlarven zur Verfügung.

 

Eine Geschlechtsbestimmung ist mit ca. 6 Monaten möglich.

Am sichersten ist eine Geschlechtsbestimmung über die Unterseite der Schwanzwurzel.

Hier sind bei den Männchen deutliche Hemipenistaschen erkennbar. Weibchen haben diese nicht.

Mein Weibchen ist deutlich größer und massiger wie mein Mann.

Zur Beginn der Paarungszeit sieht man das Männchen immer kopfnickend dem Weibchen zu impornieren.

Zur eigentlichen Paarung verbeisst sich das Männchen im Nacken des Weibchens.

Wenn es dem Weibchen zuviel wird, kann sie sich durchaus wehren.

Die Trächigkeit ist gut zu erkennen am deutlich vergrösserten Körperumfang.

Eine Box/Höhle mit feuchtem Sand dient als Ablageplatz.

Die Eier werden entnommen und in den Inkubator bei 29 Grad gelegt.