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     Tympanocryptis centralis

 


 

Beschreibung/Vorkommen

Die Taubagame (Tympanocryptis centralis) gehört zur Familie der Agamen.

Die Taubagame erreicht eine GL von ca. 13 cm. Dabei enfällt ungefähr die Hälfte auf den Schwanz.

Die tagaktive Echse hat eine rötliche Grundfärbung.

Das Trommelfell liegt nicht frei, dass heißt jedoch nicht, dass die Tiere taub sind.

Die Tiere stammen aus Australien, dort bewohnen sie Halbwüsten und Steppen.

Eine Besonderheit stellen bei diesen Tieren trächtige Weibchen dar, da sich der Kopf der Weibchen während der Trächtigkeit grau umfärbt.

Die Tiere sind nicht geschützt und somit auch nicht meldepflichtig!

 

Haltung/Verhalten

Ich halte meine Tiere in einem 80x40x60 cm großen Terrarium.

Das Terrarium ist mit Kork verkleidet. Mehrere Äste, Höhlen und Verstecke sind im Terrarium, welche auch alle genutzt werden.

Als Bodengrund verwende ich normalen Terrariensand.

Eine Wasserschale ist hier absolute Pflicht, da die Tiere anderst wie viele andere Reptilien sehr häufig trinken und auch teilweise in der Wasserschale liegen.

Jungtiere lassen sich ohne Probleme alle zusammen halten.

Mit ca. 6 Monaten sollten die Tiere getrennt werden, da die Männchen anfangen sich zu jagen und zu beissen.

Daher habe ich die Tiere bereits mit 6 Monaten getrennt und jeweils 2 Tiere in ein Terrarium gesetzt.

Seitdem ist egliche Aggression verschwunden.

Die Tiere sind gegenüber mir sehr zutraulich geworden. Sie fressen von der Pinzette und kommen auch angerannt wenn sie sehen, dass es Futter gibt. 

 

Beleuchtung/Temperatur/Klima

Hell genug kann es nicht sein, daher liegt oben auf dem Terrarium eine LED Leiste, um das Terrarium auszuleuchten.

Eine 70 Watt Wärmelampe erzeugt die benötige Temperatur und eine 23 Watt UV-B Lampe sorgt für das nötige UV. 

Unter der Wärmelampe dürfen Temperaturen von 40 Grad und höher erreicht werden.

Natürlich müssen im Terrarium auch kühlere Stellen geschaffen werden.

Die Beleuchtungsdauer ist täglich 12 Stunden von 9 bis 21 Uhr.

In den Wintermonaten reduziere ich die Beleuchtungsdauer.

Eine Winterruhe führe ich aber nicht durch. 

Eine simulierte Trocken- und Regenzeit ist hier nicht nötig.

In der Zeit von Mai bis Oktober fällt in der Natur so gut wie gar kein Regen

In der restlichen Zeit, regnet es ab und zu.

Jedoch gibt es keine tropischen und schwüle Tage. 

 

Futter

Die Tiere fressen alles an Insekten in passender Größe, Heimchen, Heuschrecken, Asseln und Drosophila.

Natürlich werden die Insekten entsprechend gefüttert und vor dem Füttern suplimentiert.

Frisches Grünfutter wie Löwenzahn, Gänseblümchen, Klee, Hibiskusblätten und Flocks werden immer mal wieder angeboten und auch gefressen.

 

Geschlecht

Meine ausgewachsenen Weibchen sind deutlich größer wie meine Männchen.

Die Schwanzwurzel der Männchen wird wie bei vielen Arten dicker wie bei den Weibchen dort befinden sich der Hemipenise.

Trächtige Weibchen bekommen einen gräulichen Hinterkopf.

 

Zucht

Eine erfolgreiche Paarung ist ganz einfach am grauen Hinterkopf des Weibchens zu erkennen.

Die Weibchen nehmen in der Folgezeit deutlich an Körperumfang zu. Als Ablageplatz nutzen meine Weibchen einen feuchten Sandhügel.

Diesen Hügel umschliesse ich mit Steinen und lege oben eine Korkplatte auf. Nach der Tragezeit legen die Tiere zwischen 5 und 8 Eier.

Die Eier werden entfernt und in den Inkubator bei 28 Grad gelegt.

Nach ca. 50 Tagen schlüfen die Jungtiere. Oft haben die Tiere nach kurzer Zeit ein zweites Gelege.