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     Uromastyx thomasi

 


 

Beschreibung/Vorkommen

Uromastyx thomasi ist eine kleinbleibende Art der Dornschwanzagamen und kommt aus dem Oman.

Dort ist sie von den Küstenregionen bis ins Innenland anzutreffen.

Sie lebt in trockenen Gebieten und Steinwüsten. Die Steinen benutzt sie gerne als Unterschlupf.

Mit einer Gesamtlänge von ca. 25cm ist sie kleinste ihrer Art.

Diese Dornschwanzagame gibt es in den verschiedensten Farbeinschlägen.

Die Männchen werden farbiger. Sie bekommen einen unterschiedlich dicken, orangenen Streifen auf dem Rücken und färben sich mit der Zeit bläulich oder grünlich um.

In der Paarungszeit ist die Färbung am schönsten.

Uromastyx thomasi sind geschützt und müssen bei der Behörde gemeldet werden!

 

Haltung/Verhalten

Ich halte mein Pärchen in einem 120x60x60 cm Terrarium.

Als Bodengrund verwende ich normalen Terrariumsand.

Die Seitenwände sind mit Kork verkleidet und ebenfalls mit Kork wurden zusätzliche Ebenen geschaffen.

Als zwingend notwendig sind aus meiner Sicht große Steinaufbauten die von den Tieren als Verstecke genutzt werden.

Äste sowie Höhlen sind ebenfalls im Terrarium untergebracht.

Auch wenn die Tiere aus sehr trockenen Gegenden stammen, muss immer eine Wasserschale vorhanden sein.

Ich habe an zwei Stellen Steine hochkant aufgestellt und mit einer Korkplatte abgedeckt. Dort ist ca. 15cm Sand aufgeschüttet, welcher feucht gehalten wird.

Diese Stellen nutzt mein Weibchen zur Eiablage.

Direkte Aggressionen meiner Tiere konnte ich nicht erkennen.

Es ist bei mir jedoch zu beobachten, dass das Weibchen nicht frisst wenn das Männchen noch am Futter sitzt.

Angst mir gegenüber ist absolut gar nicht erkennbar. Die Tiere bleiben immer sitzen und kommen auch sofort ans Futter wenn es frisches Futter gibt.

 

Beleuchtung/Temperatur/Klima

Als Wärme- und UV Quelle habe ich eine 100 Watt JBL Lampe verbaut.

Als Abstand zum Sonnenplatz habe ich ca. 30 cm gewählt.

Als zusätzliche Beleuchtung im Terrarium ist eine LED Lampe verbaut.

Auf dem Terrarium liegt eine 120 cm lange LED Röhre.

Die Beleuchtungsdauer beträgt 12 Stunden und wird auch im Winter nicht reduziert. 

Diese Tiere lieben es heiß, so dass unter der Wärmelampe 45 Grad und mehr erreicht werden können.

Natürlich sollten die Tiere die Möglichkeit haben sich an kühlere Stellen zurück zu ziehen.

Die Wüsten des Omans werden wie alle Wüsten sehr heiß. Temperaturen von 50 Grad können hier erreicht werden.

Wie in Wüsten üblich gibt es starke Tag/Nacht Temperaturschwankungen.

Regen fällt hier das ganze Jahr über sehr wenig.

 

Futter

Als Futter muss den Tieren immer Frisch- und Trockenfutter angeboten werden.

Als Frischfutter bekommen meine Tiere im Frühling und Sommer frische Blüten aus dem Garten. Wie z.B. Löwenzahn, Gänseblümchen, Flocks, Hibskus, Klee und viele mehr.

Wenn keine frischen Blüten zur Verfügung stehen, füttere ich verschiedene Salatsorten. Es sollte auf "Bio" geachtet werden.

In einer separaten Schale steht immer eine Mischung aus verschiedenen Hülsenfrüchten, Hirse und Haferflocken zur Verfügung.

In meiner dritten Schale befindet sich die Trockenfüttermischung. Diese kaufe im Zoofachhandel.

Hierbei handelt es sich um getrocknete, Gräser und Blüten.

Einmal in der Woche bekommen meine Tiere Heuschrecken.

Da über die Wintermonate in der freien Natur kein frisches Futter wächst, bekommen meine Tiere etwa 2 Monate lang im Winter nur getrocknetes Futter und die Linsenmischung zu fressen, um den natürlichen Ablauf zu simulieren.

 

Geschlecht

Für eine halbwegs sichere Geschlechtsbestimmung sollten die Tiere ca. 1 Jahr alt sein.

Die Männchen haben einen breiteren Kopf als die Weibchen.

Ebenso werden die Männchen größer als die Weibchen und die Hemipenise sind sichtbar.

Spätestens nach der Umfärbung der Männchen ist eine Verwechslung nicht mehr möglich.

 

Zucht

Wie oben beschrieben sind in meinem Terrarium 2 Stellen mit Steinen und Korkplatten so aufgebaut, dass ich ca 15cm feuchten Sand aufschütten kann.

Im Frühling fangen die ersten Paarungsversuche an, das Männchen hat jetzt die schönste Farbe.

Nach erfolgreicher Paarung, legt das Weibchen Ihre Eier in den Sandhügeln ab.

Diese werden entnommen und bei 28 Grad in den Inkubator überführt. Nach ca. 90 bis 100 Tagen schlüpfen die Jungtiere.